Wald auf Film

In der Serie Wald auf Film lässt die Künstlerin Stefanie Weberhofer zwei aus organischem Material bestehende Systeme sich gegenseitig erfahren – Natur und analoges Filmmaterial.

Wald auf Film #1
Expanded Cinema Performance
Sep 15th, 2018 @ Atelier-D, Dudelange, Luxembourg
2 x 16mm projections and digital sound
collaborator: Marko Sulz (sound)

Wald auf Film #2
Kontaktkopie auf 16mm und 35mm Filmstreifen auf Leuchtkasten
contact print on 16mm and 35mm filmstrips on light box
22 x 30 cm
2019
Das Motiv in wurde auf Super8 Farbfilm gebannt, entwickelt, vergrößert und auf monochrome Filmstreifen umbelichtet. Der Wald in seiner von Menschenhand gezähmten Regelmäßigkeit trifft auf die unterschiedlichen Perforierungssysteme von 16mm und 35mm Film und erzeugt damit unterschiedliche visuelle Rhythmen. Gleichzeitig spielen die Freeze Frames der Filmkader im Leuchtkasten mit der Bewegung des Vorbeiziehens der Wald-Landschaft. Der entnommene Super8 Kader stammt aus dem Film Wellenbande.
Text: Wilbirg Brainin-Donnenberg

Wald auf Film #3
Photogramm auf 16mm und 35mm Filmstreifen auf Leuchtkasten
Rayogram on 16mm and 35mm filmstrips on light box
22 x 30 cm
2019
In Wald auf Film #3 tritt Film in direkten Kontakt mit dem Wald. Durch die Belichtung wird die organische Struktur der Blätter und des Filmstreifens sichtbar und direkt miteinander verbunden. Im wahrsten Sinne eine Momentaufnahme, ein Abdruck; die Vergänglichkeit der Natur, des Waldes ist kaderübergreifend, filmmaterialübergreifend in einem Tableau festgehalten, ein analog-filmisches Stilleben der Natur.
Text: Wilbirg Brainin-Donnenberg

Wald auf Film #4
AT 2019
5:00, 24 fps
16mm, schwarz-weiß, mit Ton
16mm, b/w, with sound

Die rhythmische Dekonstruktion von Licht und Schatten, Blättern und Zweigen eines Waldes, die durch unsere lückenhafte und sprunghafte Aufmerksamkeit gegeben ist. Wachstum ist ein analoger Prozess, dem sich Stefanie Weberhofer mit dem Medium Film annähert. Das Inkrement der Veränderung findet sich in der Metrik der Filmperforation und in der Bewegung der Kader mit und gegen die Laufrichtung der Projektion. Verborgenes wird erkennbar. Das Geheimnis bleibt dennoch.
Text: Wilbirg Brainin-Donnenberg
Ton: Marko Sulz

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